... oder die Frage welche Fahrradbekleidung für welchen Radtyp.

 

Wichtig aber oft nicht beachtet, sollte man doch die Damen Radbekleidung dem Radtyp anpassen bzw. tragen. Ich denke dass einige vielleicht einfach die Unterschiede nicht kennen oder sie als nicht so gravierend einschätzen. So versuche ich hier mal euch die Merkmale etwas näher zu bringen.

 

- Rennradbekleidung:

Rennradtrikots sind eng geschnitten, oft als "Körpernah" bezeichnet. Nur wirklich bei eng anliegender Radbekleidung können die Funktionsmaterialien ihre Arbeit richtig machen, nämlich den Schweiß nach außen transportieren. Deswegen haben die Radrikots auch einen Reisverschluss, er ist eine Anziehilfe. Natürlich spielt auch der Luftwiederstand bei den Profis eine Rolle. Sogar die Männer, oder wenigsten ein Teil, rasieren sich die Beine da stelle man sie sich mit Freeride-Trikot vor...nö ne. Der Rücken ist länger und mit einem Silikonband versehen sodass das Radrikot bei der gestreckten/ gebückten Haltung nicht nach oben rutscht und die empfindlichen Nieren freilegt ( oder gar noch mehr). Auch die, meistens 3, Rückentaschen haben ihren Sinn. Man kann Gel´s oder Riegel hinein tun um während des Rennes schnell mal einen greifen zu können, aber auch Arm/-Beinlinge, Windjacke auf normalen Touren.

Bei den Rennradhosen ist es ganuso, diese sind hinten etwas höher und auch die Innenhosen bez.: Polster sind der Sitzposition angepasst. Bei jeder Sitzposition wird eine andere Stelle des Po´s belastet.

 

- Mountainbikebekleidung:

Lang vernachlässigt im Damenbereich, jetzt auch Standard. Da gibt es 2 verschiedene Bekleidungstypen, einmal zum Rennen fahren und zum anderen für Touren. Fahr ich Rennen ist es ähnlich wie bei der Rennradbekleidung nur nicht ganz so extrem. Die Radtrikots und Radhosensind aber auch eng und die Trikots mit längerem Rücken, allerdings nicht so lang wie bei Rennradtrikots. Die Sitzpolster der Mountainbikehosen sind wieder anders gepolstert. Man sitzt noch gebückt und gestreckt aber natürlich lange nicht wie bei einem Rennrad und somit muss das Polster an anderer Stelle helfen ,-). Generell muss die Bekleidung aber gleiches leisten wie bei der Rennradbekleidung.

Mountainbikehosen für den Tourenbereich, heute nicht mehr Radhose genannt sondern Bikeshort, sind leger ( Körperfern, loose fit..). Meist aus bequemen Materialien, weich und angenehm zu tragen mit viel Stauraum, also Taschen für alles Mögliche. Belüftungsmöglichkeiten, oft in Form von Reißverschlüssen die man bei Bedarf auf oder zu machen kann, sind auch oft vorhanden. Damen Bikeshorts gibt es in viel verschiedenen Passformen, da muss jede für sich rausfinden was ihr gefällt und steht. Allerdings sollte man darauf achten nicht am Sattel hängen zu bleiben. Wenn man aktiv auf seinem Rad ist, kann das passieren wenn die Hosenbeine zu kurz und weit sind.

Bei dem Sitzpolster sollte man keine Kompromisse machen und da die Hersteller diese Thema ernst nehmen, kann man die Innenhosen mitlerweile fast immer rausnehmen und somit unter jeder Hose tragen.

Die Trikots sind oft leger, luftig und locker, mit und ohne Kragen, mit und ohne Taschen, meist ohne Silikonband....Da die Hersteller die Damen jetzt ernst nehmen und es einen gesunden Wettbewerb gibt, ist die Auswahl an modischen Damen Radtrikots groß. Falsch machen kann man eigentlich nix.

 

 - Trekkingradbekleidung

Absolut leger. Ob Hosen oder Trikots, man hat Platz darin. Wenn man längere Strecken fährt, vielleicht ein Wochenende oder gar einen Urlaub mit dem Rad macht, muss es beqeum sein und das sind die Sachen auch. Die Trekkinghosen haben einige Taschen und meisten kann man die Beine abzippen. Die Innenhosen kann man rausnehmen. Die sind natürllich auch wieder anders gepolstert da man ja doch sehr aufrecht sitzt. Die Radtrikots die es hierfür gibt sind deswegen hinten nicht länger, auch die Taschen auf dem Rücken werden oft weggelassen. Meist hat man ja bei Trekkingtouren einige Taschen am Rad. Oft gibt es für diesen Bereich auch Blusen oder Polo´s. Insgesamt eine alltagstaugliche Fahrradbekleidung die oft schon nicht mehr als solche erkannt wird aber doch wunderbar funktioniert.

 

- Freeride/ Downhill-Bekleidung

 Insgesamt ist die Radbekleidung hierfür sehr leger, bietet viel Platz und ist robuster. Wenn man mal eine Freerideshort in die Hand nimmt merkt man den Unterschied. Oft sind die Hosen aus 100% Nylon und somit recht fest, stabil und weiter geschnitten (man muss sich auch mit Protektoren bewegen können). Das braucht man in diesem Bereich aber auch. Freerideshorts sind nicht geeignet für Mountainbikes! Wer mit einer solchen Hose eine Tour fahren will, wird kein große Freude haben, viel zu steif und fest und im Sommer wahrscheinlich auch viel zu warm. Man muss sich diese Bereiche richtig vorstellen, dann weiß man dass man nicht oft auf dem Sattel sitz, oft dahinter, gar stehend die Berge runter donnert oder sich in Bikeparks austobt. Da ist Bequemlichkeit nicht sooo wichtig(natürlich auch) wie in anderen Bereichen, da brauchts Haltbarkeit. Man stelle sich nur die Protektoren vor die normalerweise darunter getragen werden und genau wegen diesen sind auch die Jerseys sehr weit. Man muss sich ja trotz allem noch bewegen müssen (auch wenn die gerne fliegen und nicht fahren:-)). Oft sind die Trikots aus 100% Mesh, das sieht aus wie ein sehr grobes Netz und bietet gute Belüftung über den Protektoren. Man kann sie natürlcih auch ohne Protektoren anziehen ;-) aber ganz ohne was drunter.....?!?!?

Die Hosen haben einige Taschen, sogar Halterungen für Schlüssel und einiges an Lüftungsmöglichkeiten .Freeride-Jersey´s sind sehr leger und sehr luftig und haben eigentlich nichts von dem was andere Radtrikots bieten, brauchen sie aber auch nicht. Wenn man eine durchschnittliche Körpergröße und problemlose Figur hat, kann man da auch Bedenkenlos zu Männertrikots greifen. Dieser Bereich ist leider für Frauen noch sehr mager. Aber es wird!

Protektoren gibt es für Damen leider extrem wenig, was ich sehr schade finde. Gerade diese müssen ja wirklich passen, wie sollen sie sonst richtig schützen?  Also liebe Hersteller.......

 

- Sitzpolster

Mit eins der wichtigsten Themen, aber leider gibt es, wie auch bei den Radsätteln, keine richtige Antwort. Sehr unbefridigend, ich weiß, aber ich müsste lügen würde ich was anderes schreiben. Wie bereits oben schon erwähnt gibt es für jeden Bereich andere Einsätze und ich kann nur empfehlen darauf zu achten. Je nach Sitzposition sind die Einsätze anders geplostert weil ja immer unterschiedliche Bereiche des Po´s belastet werden. Kann man ein wenig zu Hause ausprobieren, Wenn man aufrecht sitz, wie beim Trekkingrad, ist der Druck weit hinten, wenn man sich langsam nach vorn beugt bis in Rennposition, merkt man das der Druck auch mach vorn wandert. Dazu kommt noch das jeder Hersteller andere Polster macht, dicker, dünner, mit Nähten, ohne Nähte, geklebte Nähte........es bleibt nur auszuprobieren mit welchem man Schmerzfrei, bequem und möglichst ohne Folgen lange im Sattel bleiben kann.

Aber bitte unbedingt beachten...die hinteren Polster sollten genau da sein wo auch eure Sitzknochen sind!!

 

Ich hoffe, ich konnte etwas Licht ins Dunkel bringen. Frau sollte wirklich darauf achten was sie für ein Rad fährt, bzw. welche Sitzposition sie hat, so dass sie sich auch nach längerm tragen der Radbekleidung noch wohl fühlt.

 

Sportliche Grüße

Nicole

Mehr Info´s: blog.ladybikewear.de/

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